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Die Stationen

Die Insekteninsel auf dem Friedhof in Heusenstamm hat eine Fläche von ca. 80 m² und ist begehbar. Sie soll in erster Linie ein Ort für Kinder und interessierte Erwachsene sein, um sich über Insekten, ihre Lebensweise und Bedürfnisse zu informieren. Wir werden mit der Insekteninsel nicht alle Insekten retten können, aber wir können aufklären, informieren und Menschen für das Thema sensibilisieren.

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Das Sandarium
Das Sandarium nimmt etwa 30 m² ein.
Es ist umrahmt mit Holzstämmen zum Begrenzen und um anzuzeigen, dass das Betreten nicht erwünscht ist.
Auf der Fläche wurde eine alte Wurzel und ein Steinhaufen platziert.
Der größte Teil (dreiviertel), der ca. 600 in Deutschland vorkommenden wildlebenden Bienen, nistet in der Erde. Sie bevorzugen meist lockere, sandige Böden, die nur wenig oder gar nicht bewachsen und trocken sind.
Solche offene Stellen finden die Bienen immer weniger, weil die Menschen die Flächen immer intensiver nutzen.

Sandarium-2

Die Trockensteinmauer
Früher waren Mauern, die einfach aus aufeinander geschichtete Steinen errichtet wurden, weit verbreitet. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie ohne die Verwendung von Mörtel nur durch ihr Gewicht zusammenhalten und die Hohlräume zwischen den Steinen frei bleiben. In den Ritzen und Spalten nisten verschiedene Insekten. Auch andere Tiere wie z.Bsp. Eidechsen und Kleinsäuger nutzen die Hohlräume gerne.
Auf der Trockensteinmauer liegen bemalte Steine, die von den Kindern der Ferienspiele (2023) bemalt wurden.

Die Pflastersteine
vor der Trockensteinmauer speichern die Sonnenwärme und geben sie in den kühleren Stunden wieder ab. Dadurch entsteht ein wärmeres Mikro-Klima an der Mauer. Auch zwischen den Pflastersteinen können sich Insekten aufhalten und eventuell auch nisten.

Trockensteinmauer

Die Blühwiese
Wir bezeichnen die Blühwiese auch gerne als das Sternerestaurant für die Gäste des Insektenhotels.
Es wurde bei der Anlage darauf geachtet, dass nur heimische Stauden und Blumen gepflanzt bzw. gesät wurden.

Nach Angaben vom BUND reicht es, die Wiese einmal im Jahr mit der Hand oder der Heckenschere zu mähen.

Blühwiese-1

Das Insektenhotel
Selbstverständlich darf auf einer Insekteninsel ein Insektenhotel nicht fehlen. Wir wissen, dass der größte Teil der Insekten nicht im Insektenhotel nistet, aber im Insektenhotel sieht man von den Insekten am meisten. Während im Sandarium kaum zu erkennen ist, ob überhaupt Insekten im Boden nisten, kann man am Insektenhotel die Insekten bei ihrer Arbeit beobachten. An den verschlossenen Nistgängen lässt sich auch im Herbst oder Winter erkennen, dass dahinter Eier abgelegt wurden. Zusätzlich haben wir im Insektenhotel einen sogenannten Spion platziert. Hier können die Nistgänge für kurze Zeit sichtbar gemacht werden. Um die Entwicklung der Insekten nicht zu sehr zu beeinträchtigen, sollte der Spion aber nur selten und kurz geöffnet werden. Das Öffnen des Spions ist daher auch nur Lehrer*innen und Erzieher*innen sowie den Betreuer*innen der Insekteninsel gestattet.

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Die Nisthilfen, die im Hotel gezeigt werden, wurden zum Teil von den Kindern in Schulen und Kindergärten erstellt. Es wurden Röhrchen aus Schilf, Bambus oder Papier in Konservendosen zusammengefasst, Nisthilfen aus Ton getöpfert oder Nistgänge in Laubholz gebohrt.
Es sollen möglichst verschiedene Varianten gezeigt werden und daher werden auch gekaufte oder gespendete Nisthilfen gezeigt. Im Laufe der Zeit kann dadurch auch ermittelt werden, welche Nistmöglichkeiten von den Insekten bevorzugt werden.

Das Dach des Insektenhotels ist mit Hauswurz bepflanzt.
Die dem Wetter ausgesetzten Holzteile sind mit einer bienenfreundlichen Farbe, wie sie Imker für Ihre Beuten verwenden, behandelt. Das montierte Metallgitter soll in erster Line Vögel davon abhalten, die Insektennester zu plündern.

Dass im Hotel noch Platz für weitere Nisthilfen ist, ist durchaus beabsichtigt. Auch kommende Schul- und Kindergartenkinder sollen die Möglichkeit haben, am Hotel mitzuwirken.

Dach vom Insektenhotel

Der Totholzhaufen
ist aus verschiedenen Gründen wichtig für die Insekten. Zum einen nisten verschiedene Insektenarten, wie zum Beispiel die größte Bienenart in Deutschland, die Blauschwarze Holzbiene, im toten Holz, zum anderen nutzen viele Insektenarten das tote Holz, um daraus Baumaterial für die Nistgänge zu gewinnen.
Auch unter dem Totholzhaufen ist reichlich Leben vorhanden.

Zum Totholz gehört auch ein Eichenstamm, in dem auch einige Nistgänge vorgebohrt sind. Es kann jedoch Jahre dauern, bis diese von den Insekten angenommen werden.

Dass das Holz mit der Zeit morsch wird und verrottet, ist Teil des Konzepts.

Totholzhaufen